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skandal in puente del inca

es war so in puente del inca:
ein kleiner, einfacher junge aus oesterreich kommt nach mendoza, trinkt hier bier statt wein, bucht eine tour nach puente del inca und will dort was von den incas sehen und auch den aconcagua.
nach einer weile fahren im bus steigt er aus und schaut sich den aconcagua an: maechtig, maechtig breit, maechtig weiss, maechtig weit weg und maechtig hoch. macht fotos und freut sich schon auf was von den incas.
steht dann in puente del inca. sieht eine riesen naturbruecke, ueber einen warmen fluss, die zu einem orange, gelben hang fuehrt und sieht dort eine inca-ruine. er steht ganz fasziniert in der gegend reisst die augen auf und ein wenig sein maeulchen. er sieht das wasser ueber die ruine fliessen, sieht wie die dings (sagen wir sulfate dazu) im wasser die ganze ruine und das gebiet rundherum langsam zu verschlucken versuchen. alles wird vom warmen wasser umspuelt und wird weicher, gelber, oranger und schaut fantastisch aus.
der kleine junge macht fotos von der inca ruine und hoert ein wenig der frau zu die etwas ueber die ruine, das wasser und die naturbruecke erzaehlt. und jetzt der skandal:
die erste incaruine die der junge mit der kamera in suedamerika sieht ist nicht eine ruine der incas, noe, noe. es ist eine ruine eines bades eines wellnesshotels das vor ein paar jahrzehnten von einer lawine zerstoert wurde.
da schaut der kleine junge aber. und findet es schade fuer die incas dass sie hier nichts gebaut haben, findet es aber super dass die natur entschieden hat dass in diesem teil (war ein heiliger ort der incas) ein hotel nichts verloren hat. und es sieht einfach wunderschoen aus wie das mauerwerk des bades immer mehr von den sulfaten bedeckt wird und das ganze jetzt schon jahrtausende alt aussieht.

so war das in puente del inca, der kleine, einfache junge erholt sich jetzt vom schock.

gemma gemma, zack zack. ein highlight

in san martin de los andes hatten wir die heissen quellen und ein geschaeft dass austria heisst und einem peter paul gehoert.
in pucon aber (dass wir nach ein wenig fahrt erreicht haben) gabs noch was besseres.

in pucon naemlich, gibts einen vulkan, der heisst pucon. und wir sind auf den raufgeklettert.
und genau jetzt fehlen mir eigentlich schon die worte.
denn alles was gestern nach acht uhr morgens war, war so unglaublich und faszinierend dass ich gar nicht weiss wie ich es beschreiben soll.
schon das besteigen des vulkans war fuer mich/uns ein wahnsinn. ich bin noch nie auf einem gletscher gelaufen (zweite entjungferung im lake district), ich hab noch nie steigeisen benuetzt (dritte entjungerung im l d), ich hab noch nie so klar verstanden was mit „der weg ist das ziel“ gemeint ist, obwohl hier eigentlich eindeutig das ziel das ziel waere (vierte entjungferung i l d), ich bin noch nie auf einem vulkankrater gestanden (fuenfte e i l d), ich hab noch nie lava gesehn (sechste e i l d) und ich hab sowieso noch nie einen vulkan lava speien gesehn (siebte e i l d). und das dann noch so nah und gewaltig.
einfach wahnsinn.

sogar die bergfuehrer waren super, einer konnte zwei worte deutsch und nur in einer reihenfolge: „gemma, gemma, zack, zack.“

der pucon gestern war das faszinierenste was ich bis jetzt erleben durfte.

heisser bach

weg aus bariloche, der schweiz suedamerikas (schweiz im wahrsten sinne des wortes, ueberall gibts hostel suizze, chocolate de suizze,…), es war schoen in dieser stadt. mehr aber nicht dazu.

uebrigens wir haben fuer eine woche ein auto gemietet und fahren mit den zwei us-amerikanern im lake district rum und versuchen dinge zu sehen.

weil:

wir vor zwei tagen in heissem wasser gestanden sind, manchmal muss man einfach nur 3 stunden irgendwo in die pampa laufen (pampa stimmt nicht ganz, aber laufen mussten wir) um dann zwischen umgefallenen baeumen, bambusboeschn und steinen auf eine heisse quelle zu stossen. fuehlt sich komisch an wenn man im herbst in kristallklares wasser steht und einem dabei warm wird. verdammt schoen koennte man auch sagen.

erste entjungferung im lake district.

ein autobu-us ist vollbese-etzt…

gestern sind wir in bariloche angekommen, nach einer busfahrt die stadt den normalen 24 stunden fast genau 36 gedauert hat. die ersten 12 sind ganz normal verlaufen, die drei stunden warten auf den anderen bus haben auch gepasst.

zum ersten mal ein wenig komisch wars als wir den bus gesehen haben in dem wir die naechsten 12 stunden verbringen sollten: ein ssangyong 15-sitzer. spass und gaude beim schlafen auf nachbars schultern.

ein 15-sitzer ist ja eingentlich auch kein problem, vorausgesetzt er funktioniert, was bei unserem ssangyong nach 8 stunden nicht mehr der fall war. ihm ist ein bisschen zu heiss geworden, zu anstrengend war die fahrt rauf, runter und geradeaus mit vielen leuten im bauch und ganz viel gepaeck auf seinem kopf. hat sich diesel in die wasserpumpe gehustet und ist einfach alle fuenf kilometer stehen geblieben um seinen seitenstecher ein wenig auszukurieren – um fuenf uhr in der nacht. dreimal.

nach einem fahrzeug und fahrer wechsel gings vadammt schnell weiter. wirklich schnell denn der neue fahrer hatte glatze und gasfuss. wollte bergauf in linkskurven busse ueberholen, hats versucht und wurde nur vom gegenverkehr ein wenig behindert. wollte in s-kurven trotz doppelter sperrlinie (was die bedeutet weiss eh kein schwein) ueberholen und schon wieder kommt so ein scheissgegenverkehrsauto.

aber jetzt sind wir ihn bariloche, geputzt und ausgeruht nach einer nacht in hostel barilochecenter 1004 mit super aussicht auf die stadt. mehr von der stadt ein ander mal.

oh, it sound’s like german, but it isn’t

nach el calafate gings fuer uns ganz standesgemaess weiter nach el chalten. wenn el calafate enstanden ist weils nahe am gletscher liegt, dann ist el chalten entstanden weils saunahe (am fuss) beim fitz roy liegt. dass dorf hat ungefaehr 600 einwohner und ist erst 1985 entstanden. nach der saison ziehen viele, viele der einwohner, die so gut wie alle irgendwas mit tourismus zu tun haben, wieder nach buenos aires und el chalten ist beinahe ausgestorben.

der fitz roy (wir haben ihn gegruesst, von allen einen gruss ausgerichtet. ich soll einen zur sagen, sagt er mit tiefer stimme und muss dabei fast lachen) ist steil, steiler. schon beim ins dorf fahren steht er ganz oben und glaenzt herunter. wenn man dann nach vier stunden aufwaerts (am anfang steil, am schluss am steilsten) vor ihm steht wird man irgendwie an die torres del paine erinnert. der see ist da, steine und felsen liegen rum, wir haben hunger und durst. nur dieses mal scheint die sonne und der fitz roy leuchtet manchmal richtig auf uns runter. erzeugt damit richtig respekt.

die fuenf tage die wir in el chalten verbracht haben hat uns das patagonische wetter, von dem wir in den torres del paine fast verschont worden sind, eingeholt. wir hatten manchmal mit einem wind zu kaempfen der uns das gehen verdammt schwierig machte und den sand und staub der strassen in alle moeglichen koerperoeffnungen und ritzen treibt. geregnet hats, geschneit hats und wir haben am abend darum life of bryan geguggt und wein aus der monsterflasche getrunken.

in el chalten darf man noch in der fleischabteilung im ’supermarkt’ ohne gummihandschuhe arbeiten, gleichzeitig auch in der obstabeilung stehen und manchmal an der kasse. *g*

wenn vorarlberger von hollaendern belauscht werden, sagen hollaender sachen wie in der ueberschrift.

gletscher beim kalben zu sehen macht spass

nach den torres del paine, rein in den bus und erst wieder raus wenn der ort el calafate heisst. so gehts am besten weiter aus puerto natales. el calafate ist ein ort dessen einzige existenzberechtigung es ist relative nahe am perito moreno gelegen zu sein.

eine einkaufsstrasse gibt es, poliert und hochglanzig. daneben nicht viel ausser provisorischen huetten und jeeede menge jugendherbergen.

der gletscher selber: rieesengross, unglaublich (so richtig mit mund offen), andauernd hoert man dass krachen vom eis und sieht grosse und kleiner eisbrocken die sich vom gletscher loesen und mit lautem geschrei ins wasser tauchen.

5. tag dienstag: schlussakt am eis

am morgen aufgewacht mit leichten weissweinkopfschmerzen sind wir um halb neun ohne gepaeck mit bewoelkung richtung glacier grey gelaufen. wir waren vorbereitet auf einem leichten sonntagnachmittagsspaziergang und haben uns wieder mal getaeuscht.

nicht vorhandene hoehenlinien koennen truegerisch sein. vier stunden spaeter sind wir vor dem riesigen glacier grey gestanden und uns die augen aus dem kopf geguggt. eis kann richtig dunkelblau sein, unglaublich. nach einer stunde dann der rueckweg.

um halb sieben haben wir das letzte boot genommen und sind dann mit dem bus ins schoene puerto natales gefahren.

fuenf tage die fuer diese schoenheit viel zu kurz waren, waren vorbei. wir hatten ziemliches wetterglueck, nur drei von vier regennaechten und nur drei jahreszeiten. andere hatten in diesem gebiet alles – von t-shirtsonne bis muetzenschnee. wir nur t-shirtsonne und saukalt-regen an einem tag.

mit diesem tag liegt ein richtiges highlight unserer reise schon hinter uns.

4. tag montag: speedy die maus

am morgen hats immer noch geregnet und das ganze tal hinauf zum glaciar frances war gefuellt mit nebel. eigentlich wollten wir an diesem morgen hinauf zum campamento britannico um den gletscher besser zu sehen. ein paar vom camp haben versucht den harten aufstieg trotz des wetters zu machen, sind aber wieder umgekehrt weil sie nichts mehr sehen konnten.

als der regen dann endlich nachgelassen hatte wars fuer uns fuers britannico schon zu spaet. wir haben dann unser zelt und die isomatten auf den steinen am fluss getrocknet und sind kurz nach mittag weiter letzten camp „camping pehoe“. wieder ein bezahlcamp. wieder mit kiosk und hotel, sogar mit restaurant und saugeil (schweizer sagen das so) gelegen an einem see (pehoe) eingegrenzt von „huegel-bergen“.

am abend gabs wieder spaghetti von britt. in der nacht wein und hearts (wir spielen das andauernd, ich verlier sieben von zehn mal).

um vier uhr morgens wurde ich von einem knistern vor unserem zelt geweckt. ich hab meinen ganzen mut zusammengepackt, das innenzelt geoeffnet und mit der taschenlampe rausgeleuchtet. vor mir sass eine kleine maus die sich wie selbstverstaendlich ueber unseren hartgesparten m&ms und schokieier hergemacht hatte. diese freche, kleine maus hat sich so was von gar nicht von mir stoeren lassen, hat einfach weitergefressen. erst als ich mit der hand aufs zelt geschlagen habe hat sie aufgeguggt, aber gleich wieder weitergemacht. in wahnsinniger sorge um unsere schokolade hab ich ohne ruecksicht auf moegliche verletzungen (wer kann schon wissen zu was so eine maus im zuckerrausch im stande ist?) hab ich mit meiner linken hand einen frontalangriff vorgetaeuscht, sie ist darauf reingefallen, die dumme.

zwei minuten spaeter das selbe spiel.

3. tag sonntag: bremser und nebel

nach einer regenfreien nacht und tiefem vom wein beguenstigten schlaf gings auf eine ziemliche lange strecke zum camp italiono. eigentlich wollten miguel und sein israelisches freund (dessen namen ich vergessen hab) auch an diesem morgen richtung italiono, nur bei beiden machte sich die anstrengung der vergangenen zwei tage bemerkbar. miguel hatte starke schmerzen in den knien und israel konnte fast gar nicht mehr laufen und lag nur in seinem zelt.

auf der karte sah die strecke fuer diesen tag ziemlich flach aus, aber um die torres gibt es nicht viel flaches – mehr auf und ab. und alles unter hundert meter hoehendifferenz steht nicht in der karte.

gleich zu beginn hat sich das zu schnelle starttempo der usa bei mir bemerkbar gemacht, ausgestattet mit dem schwersten (ich glaub fest daran) rucksack von allen vieren, hab ich das tempo nur sehr schwer mithalten koennen und meistens ein bisschen belaemmert ausgesehn. erst als es wieder entlang der berge neben dem lago norgenskjoeld aufwaerts ging und ich mit meiner langsamkeit die fuehrung uebernommen hab gings mir wieder besser. geradeaus war halt noch nie meine staerke.

beim blick nach vorne, dorthin wo wir das campo italiono vermutet haben, konnten wir schon erahnen dass es nicht lange dauern wuerde bis wir statt der heissen sonne auf unseren koerpern und farben um uns nur regen und graue wolken spueren und sehen wuerden.

im vergleich zur route zu den torres del paine, die sehr ueberlaufen war weil sie von vielen fuer tagestrips ohne gepaeck genuetzt wird, war diese strecke ziemlich verlassen, kaum fuenfzehn leute haben wir den ganzen tag gesehen. was vor allem bedeutet: unglaubliche stille und ruhe.

ziemlich fertig sind wir nach sieben stunden im campo italiono angekommen. das italiono war wieder ein gratiscamp.

theresa hat dort als erstes ihre blasen versorgt die sie seit dem ersten tag plagten. an beiden fuessen, beide daumen-an-zeigefinger gross.

das wetter ist dann immer schlechter geworden und es hat zu regnen begonnen. am bend hat man dann ein tiefes und starkes grollen/donnern hoeren koennen, was aber nicht die schuld eines gewitters war sondern die des gletschers „glacier frances“. von weitem konnte man hoeren wenn er wieder eis abgestossen hab, gekalbt oder so.

wegen dem sauwetter haben wir uns schon um sieben in unsere schlafsaecke verkrochen, echt nur wegen dem sauwetter, muede gar nicht.

2. tag samstag: regen und ein bisschen schock

schon in der nacht von regen auf unserem zeltdach aufgeweckt, sind wir um sechs uhr im dunkeln aufgestanden um eine „sonnenaufgangswanderung“ zum fuss der torres del paine zu machen. im stich gelassen von ian und britt hat sich austria alleine auf den weg gemacht. meine stimmung war im arsch, theresa war noch ziemlich gut drauf. nur meines ist es nicht im dunkeln bei regen mit einer stirnlampe auf einen berg zu steigen und wahrscheinlich dem nebel wegen nichts zu sehen.
nach einer stunde kampf gegen hoehenmeter, regen und einem riesen geroellfeld sind wir nach ein wenig umfahrung des richtigen weges (wir wollten einfach links rauf, obwohls eigenltich rechts ein wenig richtiger waer. dank unserer kiwi-freunde (neuseeland-freunde) wurden wir wieder auf den rechten weg gerueckt.)
am ziel angekommen. und genau in dem moment hat sich der wolkenhimmel ein wenig gnaedig gezeigt und ein paar sonnenstrahlen auf ein-einhalb der drei torres geschickt, sie rot erleuchtet und als draufgabe einen regenbogen ueber den minisee gespannt. meine laune war ein wenig besser, theresa uebergluecklich.
pflaetschnass kamen wir eine stunde spaeterwieder im camp an und mussten mit schreck feststellen dass unser zelt nicht unbedingt an allen stellen wasserdicht war, ganz speziell nicht wasserdicht ist der boden, was feine auswirkungen auf das innenleben des zeltes und teile unserer ausruestung hatte. weil sich ein nasse zelt nicht gerne packen laesst mussten wir unseren tagesplan ein wenig aendern: die weiterreise um ein paar stunden verschieben, auf sonne warten um alles zu trocknen und anstatt einer marathonetappe der gleiche weg wie am tag zuvor nur in umgekehrter richtung.
und auch am zeiten tag hat sich gezeigt dass ich das ganze trekken um die torres del paine gewaltig unterschaetzt habe, denn nur weil viel etwas machen heissts noch lange nicht dass etwas leicht ist.
weils am ersten tag viel bergauf ging, gings am zweiten vieeel bergab. und das ist mit einem rucksack auf/an einem untrainierten koerper eine ziemliche anstrengung. auch wenn das ganze hier noch tortur klingt, so wars dann auch wieder nicht, denn die bergwelt und die landschaft im nationalpark wird nicht umsonst als schoenste in chile angepriesen.
den zweiten tag haben wir auf einem komfortablen – dafuer nicht gratis-campingplatz mit klo, kiosk beendet. sogar die moeglichkeit in einem hotel zu uebernachten gabs, zu einem wahnsinnswucherpreis. auf diesem campingplatz haben wir einen israeli und den mexikaner miguel kennengelernt. beide habe wir schon auf dem weg zurueck vom camp del torres getroffen. gestartet sind die beiden in einer zwoelf-mann-gruppe, nur haben die beiden ihre gruppe verloren. fuer beide wars das erste mal auf einem campingplatz. sogar den von uns ausgeliehenen gaskocher mussten man miguel erklaeren.
ausklingen lassen haben wir den abend ganz nobel bei lagerfeuer, spaghetti und rotweindusel.

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