das hier ist umgezogen nach blog.weitweit.atdort ist noch große baustelle. mir ists wurst.
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dass du auf der stiege der riesen kathedrale vor dem riesen hauptplatz sitzt, ein bisschen in die welt hineinschaust, ueber dieses und jenes mit deiner freundin redest und einfach nur die sonne auf die eh schon schwarze nase scheinen laesst.
auf einmal kommt dann ein junger mann (alter junge, fast ein mann, aelterer jugendlicher) auf euch zu und sagt irgendwas auf schlechtenglisch und zeigt auf ein heft (liniert, 40 blatt). du denkst zuerst:“oh-oh.“ haelst deinen rucksack (orange, nicht ganz sauber) ein wenig fester, man weiss ja nie. der junge mann beginnt dann noch einmal, fragt ob wir aus den staaten kommen. fragt dann ob wir wenigstens englisch koennen, am besten fluently. weils zumindest bei einem (einer, theresa) von uns so ist heisst dieses mal die antwort ja.
weil er das super findet und er gerne englisch redet (mit langen pausen und ins heft schauen) und dazu noch hausaufgaben hat passt alles wie die faust auf das auge. die naechste halbe stunde helfen wir ihm bei seiner englischhausaufgabe und er fragt sachen wie:“ wieviel verdienst du? wieviel verdient ein arzt? seit ihr bruder und schwester? wie alt seit ihr? ich will in die usa, wart ihr schon mal dort? ist es in austria kalt?“ die hausaufgabe (die aussprache der englischen woerter ins heft eintragen) war dann irgendwann fertig, er gluecklich und gleich mal wieder weg.
in arquipa kanns passieren…
dass du auf einem barhocker in einer bar sitzt, ein bisschen die poster anschaust, ueber dieses und jenes mit deiner freundin redest und einfach ein arequipena trinken tust.
aber auf einmal stehen die polina und die sonia neben euch und die zwei fragen euch ob ihr was dagegen habt mit fremden leuten am tisch zu sitzen und mit ihnen ein wenig zu reden. nein heisst die antwort und schon reden die zwei, mit viel lachen und interesse. auch mit bier im schaedel, so lange bis die oesterreicher vor muedigkeit fast vom hocker fallen und die zwei bolivianerinnen weiter wollen um zu tanzen. salsa und zu shakira (i love shakira! and you?). verabschiedet wird man mit einem kuss auf die rechte backe und der einladung sich morgen zum mittagessen bei sonia’s mama zu treffen. wir haben gewartet am platz vor der kathedrale, aber wo wart ihr, haaa!?
wenn man in bolivien nach ein wenig alkohol trinken auf dem marktplatz unter palmen (saufspiele funktionieren in bolivien gleich wie in der ganzen anderen welt) in die dorfdisko (disko jazmin) geht und dabei versucht sich zu der musik zu bewegen (wegen dem erhoehten alkoholgehalt des blutes muss man sich bewegungen jenseits vom fingerschnippsen vorstellen) und dabei denkt man gibt echt sein bestes (sogar die haende ein wenig in der luft und hin und her), dann wird man von irgendwem angesprochen, dem man gerade vorher eine bierflasche (kostet soviel wie bei uns eine kaugummipackung) in die hand gedrueckt hat, und der jenige versucht dann verzweifelt, aber mit hartnaeckigkeit, einem (waer also ich) das richtige tanzen beizubringen. was mir natuerlich zu schwer ist. nach ein paar klaeglichen versuchen und daemlichem grinsen sucht man sich einen zweiten becher um eine entschuldigung fuer die spaerlichen bewegungen zu haben (ganz so wie daheim).
heim gehts dann weil der boris aus cochabamba sich schaemen tut wenn er auf der tanzflaeche liegt.
soviel zum tanzenden oesterreicher und bolivianern die es koennen (auch die alten auf dem plaza, ein wenig zackig manchmal, aber mit einer freude dass man lachen tut).
ps. fein ist dass man am naechsten tag keine kopfschmerzen hat. zumindest die oesterreicher.
zwischen san juan und jetzt liegen san pedro de atacama (chile), uyuni (bolivien), eric (usa), magda (polen), michael (weiss nich woher), jonny bravo (canada), potosi (bolivien), cochabamba (bolivien), villa tunari (bolivien), boris und george (bolivien), lindsay und rachel (usa), pamela (england).
verdammt viel also. zuviel um hier alles zu schreiben. ich sag nur soviel: auf der drei-tages-strecke von san pedro de atacama nach uyuni gibts landschaften die gibts fast gar nicht. manchmal schuettelts einem nur den kopf. salzwuesten, geysire mit dampf, geysire mit fluessigem stein, flamingos – tausende, kaktusinseln mitten im salz. manchmal so schoen nicht von dieser welt dass das staunen uns allen nicht ausm gesichte gewichen ist.
in potosi hat uns dann bolivien so richtig gehabt. bolivien ist anders. ist anders als chile und argentinien. nicht nur aermer und weniger europaeisch. in potosi hat fuer uns suedamerika stattgefunden so wie wir uns es vorstellen, daheim im feinen bett.
auf einmal sieht man frauen mit hueten, mit umgebundenen wahnsinnig farbigen tuechern, das wasser wird manchmal abgestellt, manchen polizisten sollte man seinen pass nicht zeigen, alles kostet einen furz oder zwei, andauernd ist es fein warm oder waermer, coca-blaetter gibts im tee und im beutel, die staedte liegen hoch plus 2, treppensteigen wird zum sport und der durst zwingt einen zum wassertrinken tag und nacht.
in villa tunari hat uns dann der regenwald gehabt. mit affen, papageien, blattschneide-ameisen, mosquitos, gruenen baeumen, gruenen palmenwaeldern, gruenem gras und ein wenig feuchtwarm.
mehr aber dann daheim.
dieter bohlen und thomas anders in san juan
Veröffentlicht April 18, 2005 Uncategorized 2 Kommentareich muss alle die gehofft haben, dass es diese zwei fixsterne am pophimmel nie mehr zusammen geben wird leider entaeuschen.
ich hab sie gesehen, in san juan. sie haben zusammen mit einem kollegen ein geschaeft dass unterhosen, shirts und uhren verkauft. getauft haben sie es rodeo drive, immer noch besser als modern talking find ich.
ich hab bei ihnen eine hose gekauft, eine unterhose, einfach nur weil ich ein fan bin. wollte eine s, hab aber eine l gekriegt. was nicht weiter schlimm ist, weil ich ein fan bin. hab danach eine uhr gekauft, fuers handgelenk, weil sie einen alarm hat (auf spanisch sag ich piep-piep dazu). der hat nicht funktionieren wollen, bin drum am naechsten tag zuerueck zu dieter und thomas. hab zu herrn anders gesagt:“no piep-piep.“ er hat mit seiner engelsgleichen stimme geantwortet:“oh, no piep-piep?“ und hilfe suchend zu dieter geschaut. der hat sich dann meiner angenommen, er war halt immer schon der chef.
von mr. bohlen hab ich nach einer weile rummachen (es war anders als es klingt) eine andere bekommen, dieses mal mit piep-piep. piep beim stoppen, piep beim alarm. ich hab gedankt und bin gegangen. habs gleich ausprobiert, es hat funktioniert und ich war gluecklich. nach zwei stunden spielen mit der uhr hatte ich sie wieder so weit dass sie stumm war. kein piep-piep mehr am handgelenk.
ich bin nicht mehr zu dieter und thomas, einfach weil ich ein fan bin.
es war so in puente del inca:
ein kleiner, einfacher junge aus oesterreich kommt nach mendoza, trinkt hier bier statt wein, bucht eine tour nach puente del inca und will dort was von den incas sehen und auch den aconcagua.
nach einer weile fahren im bus steigt er aus und schaut sich den aconcagua an: maechtig, maechtig breit, maechtig weiss, maechtig weit weg und maechtig hoch. macht fotos und freut sich schon auf was von den incas.
steht dann in puente del inca. sieht eine riesen naturbruecke, ueber einen warmen fluss, die zu einem orange, gelben hang fuehrt und sieht dort eine inca-ruine. er steht ganz fasziniert in der gegend reisst die augen auf und ein wenig sein maeulchen. er sieht das wasser ueber die ruine fliessen, sieht wie die dings (sagen wir sulfate dazu) im wasser die ganze ruine und das gebiet rundherum langsam zu verschlucken versuchen. alles wird vom warmen wasser umspuelt und wird weicher, gelber, oranger und schaut fantastisch aus.
der kleine junge macht fotos von der inca ruine und hoert ein wenig der frau zu die etwas ueber die ruine, das wasser und die naturbruecke erzaehlt. und jetzt der skandal:
die erste incaruine die der junge mit der kamera in suedamerika sieht ist nicht eine ruine der incas, noe, noe. es ist eine ruine eines bades eines wellnesshotels das vor ein paar jahrzehnten von einer lawine zerstoert wurde.
da schaut der kleine junge aber. und findet es schade fuer die incas dass sie hier nichts gebaut haben, findet es aber super dass die natur entschieden hat dass in diesem teil (war ein heiliger ort der incas) ein hotel nichts verloren hat. und es sieht einfach wunderschoen aus wie das mauerwerk des bades immer mehr von den sulfaten bedeckt wird und das ganze jetzt schon jahrtausende alt aussieht.
so war das in puente del inca, der kleine, einfache junge erholt sich jetzt vom schock.
in san martin de los andes hatten wir die heissen quellen und ein geschaeft dass austria heisst und einem peter paul gehoert.
in pucon aber (dass wir nach ein wenig fahrt erreicht haben) gabs noch was besseres.
in pucon naemlich, gibts einen vulkan, der heisst pucon. und wir sind auf den raufgeklettert.
und genau jetzt fehlen mir eigentlich schon die worte.
denn alles was gestern nach acht uhr morgens war, war so unglaublich und faszinierend dass ich gar nicht weiss wie ich es beschreiben soll.
schon das besteigen des vulkans war fuer mich/uns ein wahnsinn. ich bin noch nie auf einem gletscher gelaufen (zweite entjungferung im lake district), ich hab noch nie steigeisen benuetzt (dritte entjungerung im l d), ich hab noch nie so klar verstanden was mit „der weg ist das ziel“ gemeint ist, obwohl hier eigentlich eindeutig das ziel das ziel waere (vierte entjungferung i l d), ich bin noch nie auf einem vulkankrater gestanden (fuenfte e i l d), ich hab noch nie lava gesehn (sechste e i l d) und ich hab sowieso noch nie einen vulkan lava speien gesehn (siebte e i l d). und das dann noch so nah und gewaltig.
einfach wahnsinn.
sogar die bergfuehrer waren super, einer konnte zwei worte deutsch und nur in einer reihenfolge: „gemma, gemma, zack, zack.“
der pucon gestern war das faszinierenste was ich bis jetzt erleben durfte.
weg aus bariloche, der schweiz suedamerikas (schweiz im wahrsten sinne des wortes, ueberall gibts hostel suizze, chocolate de suizze,…), es war schoen in dieser stadt. mehr aber nicht dazu.
uebrigens wir haben fuer eine woche ein auto gemietet und fahren mit den zwei us-amerikanern im lake district rum und versuchen dinge zu sehen.
weil:
wir vor zwei tagen in heissem wasser gestanden sind, manchmal muss man einfach nur 3 stunden irgendwo in die pampa laufen (pampa stimmt nicht ganz, aber laufen mussten wir) um dann zwischen umgefallenen baeumen, bambusboeschn und steinen auf eine heisse quelle zu stossen. fuehlt sich komisch an wenn man im herbst in kristallklares wasser steht und einem dabei warm wird. verdammt schoen koennte man auch sagen.
erste entjungferung im lake district.
gestern sind wir in bariloche angekommen, nach einer busfahrt die stadt den normalen 24 stunden fast genau 36 gedauert hat. die ersten 12 sind ganz normal verlaufen, die drei stunden warten auf den anderen bus haben auch gepasst.
zum ersten mal ein wenig komisch wars als wir den bus gesehen haben in dem wir die naechsten 12 stunden verbringen sollten: ein ssangyong 15-sitzer. spass und gaude beim schlafen auf nachbars schultern.
ein 15-sitzer ist ja eingentlich auch kein problem, vorausgesetzt er funktioniert, was bei unserem ssangyong nach 8 stunden nicht mehr der fall war. ihm ist ein bisschen zu heiss geworden, zu anstrengend war die fahrt rauf, runter und geradeaus mit vielen leuten im bauch und ganz viel gepaeck auf seinem kopf. hat sich diesel in die wasserpumpe gehustet und ist einfach alle fuenf kilometer stehen geblieben um seinen seitenstecher ein wenig auszukurieren – um fuenf uhr in der nacht. dreimal.
nach einem fahrzeug und fahrer wechsel gings vadammt schnell weiter. wirklich schnell denn der neue fahrer hatte glatze und gasfuss. wollte bergauf in linkskurven busse ueberholen, hats versucht und wurde nur vom gegenverkehr ein wenig behindert. wollte in s-kurven trotz doppelter sperrlinie (was die bedeutet weiss eh kein schwein) ueberholen und schon wieder kommt so ein scheissgegenverkehrsauto.
aber jetzt sind wir ihn bariloche, geputzt und ausgeruht nach einer nacht in hostel barilochecenter 1004 mit super aussicht auf die stadt. mehr von der stadt ein ander mal.
oh, it sound’s like german, but it isn’t
Veröffentlicht März 27, 2005 Uncategorized Hinterlasse einen Kommentarnach el calafate gings fuer uns ganz standesgemaess weiter nach el chalten. wenn el calafate enstanden ist weils nahe am gletscher liegt, dann ist el chalten entstanden weils saunahe (am fuss) beim fitz roy liegt. dass dorf hat ungefaehr 600 einwohner und ist erst 1985 entstanden. nach der saison ziehen viele, viele der einwohner, die so gut wie alle irgendwas mit tourismus zu tun haben, wieder nach buenos aires und el chalten ist beinahe ausgestorben.
der fitz roy (wir haben ihn gegruesst, von allen einen gruss ausgerichtet. ich soll einen zur sagen, sagt er mit tiefer stimme und muss dabei fast lachen) ist steil, steiler. schon beim ins dorf fahren steht er ganz oben und glaenzt herunter. wenn man dann nach vier stunden aufwaerts (am anfang steil, am schluss am steilsten) vor ihm steht wird man irgendwie an die torres del paine erinnert. der see ist da, steine und felsen liegen rum, wir haben hunger und durst. nur dieses mal scheint die sonne und der fitz roy leuchtet manchmal richtig auf uns runter. erzeugt damit richtig respekt.
die fuenf tage die wir in el chalten verbracht haben hat uns das patagonische wetter, von dem wir in den torres del paine fast verschont worden sind, eingeholt. wir hatten manchmal mit einem wind zu kaempfen der uns das gehen verdammt schwierig machte und den sand und staub der strassen in alle moeglichen koerperoeffnungen und ritzen treibt. geregnet hats, geschneit hats und wir haben am abend darum life of bryan geguggt und wein aus der monsterflasche getrunken.
in el chalten darf man noch in der fleischabteilung im ’supermarkt’ ohne gummihandschuhe arbeiten, gleichzeitig auch in der obstabeilung stehen und manchmal an der kasse. *g*
wenn vorarlberger von hollaendern belauscht werden, sagen hollaender sachen wie in der ueberschrift.
